#KAMMAMAMACHN²: Wie weit kommt man mit einer ST in 13 Tagen?

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RobertReinke
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#KAMMAMAMACHN²: Wie weit kommt man mit einer ST in 13 Tagen?

Beitrag von RobertReinke »

Auf jeden Fall weiter als mit einer MZ RT 125. Mit der hatte ich 2011 in 26 Tagen Westeuropa umrundet. Mich hat es damals schon beeindruckt, wie zuverlässig der Achtelliter die am Ende 7.200km weggesteckt hat. Großer Fahrer, drei Koffer + Campingausrüstung beschränkten die Reisegeschwindigkeit jedoch auf rund 80km/h. Nur mit Gefälle oder Rückenwind war mehr drin. Auch die Suzuki GN125 meines Kumpels kann ich an dieser Stelle nur in den höchsten Tönen loben…

Zeltausrüstung wollte ich nicht mehr mitnehmen. Über booking.com findet man auch so sehr schnell günstige Unterkünfte, die nicht wirklich teurer sein müssen und man erspart sich das mühsame Auf- und Abbauen des faltbaren Obdachs. Ich habe nichts gegen Tourbegleitung, aber die einzig in Frage kommenden “üblichen Verdächtigen” waren einerseits familiär, andererseits beruflich verhindert. Ja gut, dann halt gleich von Anfang bis Ende allein.

Es ist Mai. Der Lackierer ruft an. Die Teile sind fertig - endlich! In 2022 wurde die Emme ja keinen Meter gefahren. Ende 2021 habe ich die NATO-olivene Verkleidung abgenommen und immer dann, wenn mal Zeit war, von Hand abgeschliffen, bis das helle Orange der Werkslackierung wieder zum Vorschein kam. Die Wahl der Farbe fiel nicht leicht. Zeitlos sollte es sein und dem Gesamterscheinungsbild schmeicheln. Die Wahl fiel schließlich auf Citroëns Sturmgrau Metallic (Farbcode EYT).

Nun denn, der längst überfällige Urlaub ist da. Wie weit kommt man also, wenn man 14 maximal zur Verfügung hat? Die Tour hatte vor Allem das Ziel, Kilometer auf die Straße zu bringen, neue Orte zu erkunden und den Alltag im Rückspiegel immer kleiner werden zu lassen. Wie es immer so ist, bleiben viele Sehenswürdigkeiten und der lokale Lifestyle auf der Strecke, da man ja am nächsten Tag schon wieder im Sattel sitzt und dem Pferd die Sporen gibt.

Navigation
Vorausgeplant hatte ich nur die ersten drei Tage, um die Korsika-Fähre zu erwischen. Ab dann ging es komplett spontan weiter. Meist gaben die Fähren vor, wo und wie schnell ich fahren musste, um voran zu kommen. Mit dem GARMIN 390 kann man schlecht planen. Besser, man hat eine gute, analoge, separate Karte und gibt dann nur die wichtigsten Waypoints an, sonst tippt man sich blöd und es passt irgendwie nie.
Auf jeden Fall wollte ich nicht denselben Weg fahren wie 2021 und Sardinien dieses Mal eine echte Chance geben.

Gemessen an der Anzahl in Anspruch genommener Fähren könnte man meinen, es sei eine Seereise geworden:

Rheinfähre bei Kornsand - 3,50€
Corsica Ferries ab Nizza (Tag) - 102,00€
Moby Lines ab Bonifacio (Tag) - 58,49€
Grimaldi Lines ab Cagliari (Nacht) - 131,27€
Caronte & Tourist ab Messina - 14,80€
Ventouris Ferries ab Bari (Nacht) - 132,99€

Ausgaben
Die Ausgaben für Fähren (443,05€), Benzin (490,89€) und Unterkunft (400,76€) machten ähnlich große Löwenanteile aus. Ausgaben für Essen und Trinken kommen obenauf. So konnte ich in 13 Tagen knapp unter 2.000€ bleiben.

Pleiten, Pech und Pannen
Die Geschichte mit dem ausgefallenen Tachometer ist bekannt. Irgendwo in Kalabrien ging das Ding aus und ich vermutete sofort den gefürchteten Tacho-Tod, den jede Emme irgendwann ereilt (Flüssigkristalldisplay gibt auf, Dauerblinken, was weiß ich noch alles…). Hinterher stellte sich heraus, dass das Sensorkabel nicht richtig befestigt war und in den Sekundärantrieb (Kette) geraten war. Das müsste letzten Endes auf mich zurückzuführen sein, da ich 2020 den Schwingen-Reparatursatz vom Faber eingebaut habe. Leider lässt sich daher nicht genau sagen, wie viele Kilometer die Emme tatsächlich abgeritten hat (~6.300km?). Ist aber auch nicht so wichtig. Ich habe einfach den Bordcomputer-Modus des GARMIN verwendet. Dort kann man auch eine Tankanzeige simulieren. Dadurch gab es unterwegs keine Überraschungen.

An Tag 2 habe ich den Vorderreifen wechseln lassen. Die Versorgung mit Motorradreifen ist ja europaweit sichergestellt. Einfach irgendwo halten, z.B. bei HONDA und höflich nachfragen. Die Jungs hatten gerade eh nichts zu tun und haben den Reifen in weniger als einer Stunde gewechselt. Für rund 180€ kam also vorn der von mir bevorzugte DUNLOP Sportmaxx Roadsmart IV GT drauf.

Ergonomie und Komfort
Ich weiß nicht, wie es den S-Fahrern geht, aber ich bin wirklich froh, eine ST zu fahren, denn ich habe tatsächlich nirgends Schmerzen oder Beschwerden gehabt. Notwendige Muskulatur bildet sich nach 3 Tagen da, wo sie gebraucht wird. Es ist normal, wenn es die ersten paar Tage noch hier und da zwackt - der Körper stellt sich darauf ein und verschmilzt unterwegs mit dem Fahrzeug.

Da wir alle wenig Zeit haben, möchte ich mich wieder aufs Wesentliche konzentrieren und den besten Fotos einfach Untertitel verpassen. Das Motorrad, die Städte und die Natur stehen im Mittelpunkt.

Zusammenfassung

Tag 1: Heimat -> Bésançon
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Bésançon ist eine schöne, kleine Stadt. Hier kann man gut essen und einkaufen.
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Am Fuße der Festungsanlage bietet sich dem Betrachter ein schöner Blick auf die City. Hier treffen sich die Verliebten und auch junge Leute, um unter sich zu bleiben
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Wer Zeit mitbringt, kann sich die Festungsanlage ansehen. Ich hatte heute 0 km Autobahn abgeritten, aber viele Km abseits, weshalb ich nach der obligatorischen Pizza und dem Stadtspaziergang voller Vorfreude im B&B einschlief.

Tag 2: Bésançon -> St.-Jean-en-Royans
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Ich kann Durchreisenden diese Gegend nur weiterempfehlen! In jeder Hinsicht! Enge Kurven, schöne Landschaft - man möchte gern wiederkommen!
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Auch hier hat sich die ST keine Blöße gegeben. Die westliche Ausläufer der Alpen sind Landsleuten weniger geläufig als die ausgelatschten und überfüllten österreichischen Alpenpfade.
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Wo Fels im Weg ist, wird halt ein Loch gemacht. Wenige Autos trifft man an und ein paar Radfahrer strampeln sich hier die Lunge raus.

Die Unterkunft war ein Mehrbettzimmer in einem Hostel. Ich war für die Nacht allein inmitten eines Bikerparadieses. Hier hätte ich noch ein paar Tage lang meine Runden drehen können. Die Kurvenradien waren wie gemacht für die Emme! Die Straßen wie leergefegt zur WM!

Tag 3: St.-Jean-en-Royans -> Nizza
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Auch auf diesem Abschnitt gibt es zum Glück keine Autobahn, viel Natur und alle paar Meter einen Grund anzuhalten, um ein Foto zu machen
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Das ist ein Blick in den Grand Canyon du Verdon. Es wird touristischer. Die Asphaltqualität ist sehr hoch.
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Noch hoch oben wechselt das Wetter recht schnell. Hier trifft man immer öfter aus Seinesgleichen.
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Das gibts zu Hause nicht. Dabei ist es nicht weit weg. Vielleicht plant ja jemand mal eine Tour da hin? Es soll nicht euer Schaden sein!
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Nach endlosem Gekurve erreiche ich schließlich das Mittelmeer. Da hinten irgendwo liegt dieses Nizza. Lass mal hinfahren und angucken...
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Nizza: Sehr voll, sehr heiß, unglaublich teuer und das Hostel war eine Strafe. Nie wieder. Vom der Art und Weise, wie hier mit Gästen umgegangen wird bis zur Qualität der Unterbringung hat es mich letztendlich gewundert, dass ich keine Sträflingsuniform tragen musste. Den Vogel abgeschossen hat definitiv der auf Krawall gebürstete Portier, der sich mit nahezu jedem Gast angelegt hat. Wie gern hätte ich dem etwas gehustet - aber mein Französisch gibt das nicht her. Zum Glück musste ich früh raus und konnte auf der Fähre nach Korsika ausschlafen.
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Nizza ist sehr schön. Shopping Queens kommen hier auf ihre Kosten. Ich bin keine. Also in unbekannten Gefilden dann doch Bier allein trinken und die Pizza beim Pakistani in der Seitenstraße genießen. Wer Geld hat, dem gehts hier gut.
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Auch hier geht irgendwann die Sonne unter. Zahlreiche Touris schlendern die Strandmeile ab wie überall an den Mittelmeerküsten von Gibraltar bis Antalya...
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Kriegerdenkmale fallen in Frankreich größer und gepflegter aus. Muss daran liegen, dass sie die Kriege mitgewonnen haben. Hierzulande verwittern kaum wahrnehmbare Gedenksteine auf Friedhöfen und in Parks.
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Den Bonzen auf den Booten gehts gut. Mit Sichereit kann man darin besser schlafen als in einem wackeligen 3-fach-Hochbett, in dem alle wach werden, wenn sich einer dreht. Nun gut, der Urlaub hat ja noch gar nicht richtig angefangen...

Tag 4: Nizza -> Fähre -> Bastia -> Corte
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Das ist Reisen nach meinem Geschmack! Ich habe eine Kajüte für mich allein und kann den verlorenen Schlaf in Ruhe nachholen. Gegen Nachmittag legen wir in Bastia an.
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Die Emme gut verzurrt unter Ihresgleichen
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KORSIKA! Die Insel hatte ich tatsächlich etwas vermisst. Heute gilts! Ich habe darauf geachtet, die kurvigsten Abschnitte zu erwischen. Wiederholungseffekte von 2021 sind wenige aufgetreten. Straßen gibts hier noch und nöcher...
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An den Anblick gewöhnt man sich schnell: Wie in Rumänien bewegt sich das Viehzeug (Kühe, Schweine, Ziegen, Hühner) hier frei herum.
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Als hätten die MZ-Ingenieure damals an mich gedacht - Die Emme bezwingt jede Kurve, jede Steigung, jedes Klima und kommt auch mit der moderaten Asphaltqualität zurecht.

Corte liegt im oberen Drittel in Korsika mittig. Hier gibts tatsächlich mehr Radfahrer als Einwohner im Emsland. In einem regulären drei-Sterne-Hotel kam ich unter und plante bereits den nächsten Abschnitt aus.

...Fortsetzung folgt...!
Zuletzt geändert von RobertReinke am Do 24. Aug 2023, 03:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: #KAMMAMAMACHN²: Wie weit kommt man mit einer ST in 13 Tagen?

Beitrag von RobertReinke »

Tag 5: Corte -> Bonifacio -> Fähre -> S.T. di Gallura -> Tempio
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Hier war ich voll in meinem Element und die Emme auch. Was kann schöner sein, als abgelegene Straßen bei so gut wie keinem Verkehr abzureiten? Das ist Entspannung pur. Versteht niemand zu Hause, aber ist mir egal. :lolno:
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In Bonifacio angelangt, hatte ich noch fast zwei Stündchen Zeit um herumzulatschen, mir die Festung anzusehen und eine Kleinigkeit zu essen.
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Hier standen schon Kollegen aus dem Forum - selber Ort - andere Zeit :D
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Bonifacio - dieses Mal bei schönerem Wetter. Das Preisniveau liegt knapp über dem von Nizza. Stolze Besitzer von Yachten werfen im Hafen mit Geld um sich. Die Korsen freut es, mich nicht, denn das leert die Urlaubskasse schneller als geplant...
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Das mediterrane Flair lässt Urlaubsstimmung aufkommen. Man möchte bleiben, aber der Vorwärtstrieb ist dann doch größer :D
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Wer Zeit mitbringt, muss unbedingt die alte Stadtmauer ablaufen. Das geht tatsächlich einfach so.
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Da ist sie ja schon - die nächste Fähre nach Sardinien! Die Emme ist längst 'ready for embarking'
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Bye Bye Bonifacio - vielleicht sieht man sich eines Tages wieder.
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Tempio ist ein unbedeutendes Dorf im Norden von Sardinien.
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Aber hier kann man günstig schlafen und gut essen.

Tag 6: Tempio -> Cagliari -> Nachtfähre
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Ich hatte Sardinien 2021 total unterschätzt. Während Korsika schroff, unverzeihlich, abenteuerlich und abwechslungsreich erscheint, ist das eher abgerundete Sardinien von den Kurvenradien für stärkere Motorräder viel besser geeignet, aber von der Flora her weniger atemberauben. An dem Tag habe ich sicher 20% Lauffläche an den Kanten abgenutzt und den Dunlop ins Schwitzen gebracht. Danach war an den Flanken nicht mehr viel zu holen. Ich war einfach zu gierig. Ich traf sehr viele österreichische und italienische Bikerkolonnen.
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Sardinien ist Cowboyland. Law and Order? Ein Blick auf das Schild verrät, was die Bewohner von ihrer italienischen Verwaltung halten. Wildwestflair kommt langsam auf.
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Schnelle Straßen, wenig Verkehr, hier und da eine Talsperre oder ein See - das wars auch schon. Wer zum Fahren hergekommen ist, wird nicht enttäuscht sein!
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Interessant ist, wie sich ganz langsam die Klimazone verändert. Im Süden wirds staubiger, trockener und mediterraner...
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Auch das gehört dazu. Dieser Bau hat irgendwann einmal Sinn gemacht. Und dann nicht mehr und jetzt steht er da im nirgendwo.
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Endlose Freiheit? Leider sind diese Tage selten im Leben - aber sie existieren. Dies war einer davon.
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Schon wieder ist eine Insel zu Ende. Da die Emme nicht schwimmen kann...
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...brauchen wir wieder ein Schiff! Wohin es mich wohl bringen wird?
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Ich bin müde und gehe glücklich schlafen. Cagliari ist eine hässliche Hafenstadt im Süden. Sie ist nicht weiter der Rede wert.

...Fortsetzung folgt...!
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Beitrag von RobertReinke »

Tag 7: Palermo -> Messina -> Fähre -> Villa San Giovanni -> Bari - > Nachtfähre
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Guten Morgen in Palermo! Noch bevor die Sonne aufgegangen ist, wird das Schiff geleert. Gestern Abend traf ich noch eine junge Horde italienischer Milizen, die für ihren Heimaturlaub auf die Nachbarinsel übergesetzt haben. Man erzählte sich Militärgeschichten und spielte Uno. Langsam fand ich Gefallen am Alleinreisen. :think:
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Emme bei Sonnenaufgang in Palermo. Ich brauche Bargeld. Mal wieder.
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Meine Rettung - ein 24h-Kiosk, der neben alkoholischen Getränken auch Frühstück für die Bessofskis macht, die sich in den Straßen herumtreiben. Ein gutes Gefühl hat man hier nicht so. Überall lungern Halunken und Gauner herum. Aufessen, Austrinken, Weiterfahren.
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Dieses Bild beschreibt den Großteil des Tages am besten. Ich will heute noch Sizilien verlassen, Kalabrien durchqueren und auf die Ostseite Italiens fahren. Das geht nur mit Autobahn. :( Und ich hasse Autobahn. Wenigstens schont es die ohnehin gequälten Flanken.
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Unterwegs kann man ruhig mal für ein zweites Frühstück anhalten und sich die unübliche Kirchenarchitektur ansehen. Gotische Spitzbögen mit Kuppeln drauf? Wo gibts denn sowas?
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Aja, Messina. Nicht schön, aber schön groß. Man darf ohne Greuel weiterfahren.
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Da die MZ noch immer nicht Schwimmen gelernt hat, geht dies abermals nur mit einer Fähre, aber nur kurz, denn Kontinentaleuropa ist ja schon da drüben.
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Jetzt bin ich so weit südlich, dass hier schon die Kakteen wachsen!
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Von der Autobahn aus konnte ich sehr viel kalabrischen Strand sehen. Es wäre eine Schande, hier nicht runterzufahren und mal hineinzuhüpfen!
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Sonnenbrille auf, Badehose an und rein ins kühle Nass. Eine extrem willkommene Erfrischung. Jedoch warten noch viele Autobahnkilometer auf mich, um mein Tagesziel zu erreichen.
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Schon wieder so ein heruntergekommener Zweckbau. Zu gern wüsste ich, was damit los ist und stelle mir das rege Treiben zur Zeit der Fertigstellung vor.
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Body count. Es ist Nacht. Die Sonne ist lange unten und ich habe mich in Bari auf ein Schiff gerettet.
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Schon wieder Wasser. Heute morgen noch in Palermo den Kaffee ausgetrunken, von Messina aufs Festland übergesetzt, in Kalabrien ins Wasser gehüpft und nun schon wieder an Deck. Das wäre mit der RT125 im Leben nicht möglich gewesen. Diese Emme schlägt sich bis jetzt wirklich gut. Daran besteht kein Zweifel. Nun dann. Wo legen wir morgen wohl an?

...Fortsetzung folgt...!
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Re: #KAMMAMAMACHN²: Wie weit kommt man mit einer ST in 13 Tagen?

Beitrag von RobertReinke »

Tag 8: Dürres (ALB) -> Peja (XK)
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Guten Morgen Sonnenschein! Man hab ich gut geschlafen! Das da ist also Dürres oder auch Durrazzo, je nachdem, wo man herkommt. Es sieht nicht so schön aus, aber ich brauche die einheimische Währung und Kaffee! Viel Kaffee!
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Runter vom Kasten und rein in den Sattel!
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Lagebeurteilung. Bin gestern von Palermo quer durch Sizilien und Süditalien gefahren und sitze jetzt hier ohne Bargeld und ohne Internet, weil meine SIM in Albany einfach nicht geht - nicht mal mit Roaming. :think: Wenigstens gibts hier im Coffee-Shop W-LAN. Das reicht, um auf dem Handy auf der Karte zu scrollen und das nächste Ziel einzugeben. Doch zunächst muss ich albanisches Geld gegen frechen Zuschlag abheben, denn an der Tanke wird beim Albany ausnahmslos bar bezahlt. Oh Wunder, es gibt hier sogar richtig guten OMV 100er Sprit. Alle Achtung!
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In ärmeren Ländern ist die Straße die Haupteinnahmequelle. Das gilt auch für Albanien. Alle paar Meter kann man etwas kaufen. Für 7€ gibt's hier eine sehr ordentliche Handwäsche. Das reicht in Deutschland nicht mal für eine Tüte Popkorn im Kino.
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Die Höchstgeschwindigkeit auf der "Autobahn" ist lächerlich. Oftmals sind hier nur 80 oder weniger erlaubt. Wer will, kommt in Albanien mit 125ccm bestens zurecht. Legal ausfahren kann man den Achtelliter eh nicht. Ich gebe zu, dass ich mich nicht an das Limit gehalten habe, aber auch nicht wie bekloppt durchgefahren bin :mrgreen:
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Dort, wo die Autobahn dann irgendwann zu Ende ist, fängt es an, grüner und schöner zu werden. Während der westliche, südliche Abschnitt mich an Afghanistan erinnert, sieht es im Norden eher nach Österreich aus - aber mit sehr armen Österreichern, die eigentlich Albaner sind.
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Hier ist alles etwas rudimentärer. Viele LKW, wenige PKW und nur eine einzige türkische BMW-Reisegruppe habe ich angetroffen.
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Wo sind wir? In Österreich? Nein, das ist immer noch Albanien.
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Hier hat Albanien aufgehört. Ich werde an der kosovarischen Grenze gefragt, ob ich mich verfahren hätte. "Nein, wieso?" - "Wo wollen Sie hin?" - "Weiß nicht, vielleicht Peja und dort was suchen!" - "Sie brauchen Versicherung! Ist besser machen eine." Ja klar mach ich das. Wofür genau? Weiß ich doch nicht, aber ich will hier rein und keine Probleme :lolno: 10€ für eine Versicherung, dessen Bedingungen ich bis heute nicht kenne, hatte ich vor Ort dann für die nächsten 14 Tage abgeschlossen. Ein kürzerer Zeitraum ist nicht wählbar.
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Das ist Peja. Die Stadt im westlichen Teil des Kosovos hat mir den Atem verschlagen. Hier macht einfach jeder, was er will.
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Kinder fahren Motorroller, Männer fahren 1000er ohne Helm und ohne legale Abgasführung (verlängerte Krümmer); Nur jedes zweite Fahrzeug hat überhaupt ein Kennzeichen. Für 2€ kann man hier Burger essen. Für 4€ gibts einen Haarschnitt und für 5€ kann man sich Motorrad und Schuhe gleichzeitig putzen lassen. Ich bin baff. Diese Republik ist ein einziger rechtsfreier Raum mitten in Serbien. Kein Wunder, warum die Serben zähneknirschend auf diese lebensbejahenden und freiheitsliebenden Albanys herabblicken.
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Günstig Essen und Shoppen. In Peja hab ich mein persönliches Nizza gefunden und mich sofort verliebt. Ich komme aus Offenbach am Main. Mir gefällt es daher tatsächlich fast überall, wo es nicht dekadent und abgehoben ist.
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In der Herberge traf ich zwei Deutsche. Die waren zum Wandern hier. Ich entschied, noch einen Tag dran zu hängen, um mich mitunter von der anstrengenden Fahrerei der letzten Tage zu erholen. Für 10€ die Nacht würde ich am Liebsten eine Woche draus machen... Kurz bevor mir die Augen zufallen und ich weg dämmere, werde ich nochmal von einem Schuss aus einer Waffe geweckt - schließlich schlafe ich mit einem Lächeln ein. So gut ging es mir schon lange nicht mehr :thumbup:

Tag 9: Aufenthalt in Peja
Was kann man über Peja noch sagen? Ich will freilich nicht für den ganzen Kosovo sprechen.
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Es gibt sehr viel Gold zu kaufen. Ich brauche keins und bin auch kein Fachmann, was die Echtheit angeht.
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In der Bazar-ähnlichen Innenstadt betteln Zigeunerkinder. Ältere Bettlerinnen spucken und fluchen, wenn man ihnen nichts gibt. In den Läden hängt alles, was in Indochina in den letzten Jahren gefaked wurde und was es in Hamburg niemals von Bord schaffen würde. Gucci, Armani, Hugo Boss, Diesel, denkt euch was aus, ihr bekommt es hier für ein paar Euro nachgeworfen. Das größte Kuriosum war ein Gürtel, der zum Teil aus Lacoste und zum anderen Teil aus Diesel-Teilen zusammengesetzt war. In der Fake-Fabrik hatte man wohl die Teile vertauscht. Selbst die Verkäuferin musste lachen, als ich sie darauf hinwies.
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Ich entschied mich, an diesem Tag etwas in den kosovarischen Dschungel zu fahren und mir Wasserfälle anzusehen:
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Am Abend wurde mir doch etwas schwer ums Herz. Die Betreiber des Hostels waren selbst fast noch Kinder und versuchten durch die Gastwirtschaft etwas Geld einzunehmen, um die übrigen Teile des Hauses zu Ferienwohnungen auszubauen. Ich bin mir sehr sicher, dass ich eines Tages hier wieder sein werde. Ich hatte zuvor keine Vorstellungen von dieser jungen Republik. Auch habe ich die inneren Konflikte nie ganz nachvollziehen können. Die zahlreichen Gespräche, die in den nächsten Tagen folgten, klärten meine Sicht auf die Dinge.
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Wer genau hinsieht, erkennt "Chociatto" auf meinem Rücken...

...Fortsetzung folgt...!
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Re: #KAMMAMAMACHN²: Wie weit kommt man mit einer ST in 13 Tagen?

Beitrag von RobertReinke »

Tag 10: Peja -> Belgrad (SRB)
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Um die Hauptstadt Serbiens zu erreichen, musste ich kurz über Montenegro fahren. Der Grenzübertritt war total unproblematisch. Die Montenegriner bauen Straßen wie die Österreicher in den Alpen - nur fehlt die Kohle für den Unterhalt. Es wird an Fahrbahnmarkierungen, den obligatorischen weißen Pfosten und natürlich an Leitplanken gespart, wenn sie nicht zwingend nötig sind :angel:
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Spitzkehren á la Autriche! Aber nein, das sind noch nicht die Alpen. Hier ist dafür fast gar kein Verkehr und das Spiel mit den tief hängenden Wolken wahr geradezu mystisch!
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Da kraxelt sie herum, als wäre das ganze für sie nur eine Wochendübung.
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So siehts aus. Wenn da Platz ist, wird da halt gebaut. Weit und breit keine Bürgerinitiative mit deutschen Wutbürgern, die gegen das Bauvorhaben wegen dem hier angesiedelten und gefährdeten dreifach gequasteten Sumpflurch demonstrieren. Aus dem Weg, sonst überfährt euch der Bagger!
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Nur die Moschee und die schlechte Absicherung der Fahrbahn verrät, dass wir hier nicht in Bozen unterwegs sind :lol:
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Was hab ich dumm geguckt kann ich euch sagen! Beim Checkout in Montenegro war noch alles fein. Der Mann wünscht mir eine gute Fahrt nach dem Abstempeln, die Schranke geht auf und 20m weiter hört die Straße auf! Hä? Wie jetzt? Da zurück nicht in Frage kommt, fahr ich also maximal in Gang 2 um Schlaglöcher herum und hoffe, dass mir der Scheinwerfer nicht wieder bricht wie 2021. Das war vielleicht scheiße. Ca. 3 km fährt man hier also durchs Niemandsland, bis ich schließlich den serbischen Grenzposten erreiche. Erst ab hier fing langsam wieder Asphalt an. Die hassen sich tatsächlich so sehr, dass sie ihre Grenzposten weit auseinander ziehen, um den gegenseitigen Anblick nicht ertragen zu müssen. In der Mitte ist dann einfach Trampelpfad getreu dem Motto: "Wir kümmern uns nicht drum! Wenn ihr da Straße wollt, könnt ihr das selbst bezahlen!" :?
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Tatsächlich angekommen - zugegeben mit etwas beschleunigender Autobahn. Hier treffe ich auf meinen Arbeitskollegen Tibor. Er stellt mir seine Kinder vor, wir fahren mit dem BMW X3 auf Sightseeing durch Belgrad. Die prunkvollen Sowjet-Bauten und Putins gespendete, vergoldete Bibliothek seien euch erspart, nicht aber das:
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Es war so viel Essen, dass ich davon 2 Tage satt war und an kein Essen denken konnte. Belgrad ist eine riesige, junge und lebhafte Stadt. Das Essen ist fabelhaft, die Leute sind freundlich. Man muss nicht erwähnen, dass es einem auch im Kosovo gut gefallen hat.

Tag 11: Belgrad -> Bled (SVN)

Am nächsten Tag durfte ich Tibor zur "anderen Arbeit" begleiten. Als Geschäftsmann hat er bereits erfolgreich eine Haselnuss-, eine Mandel- und eine Pistaziencreme entwickelt - ganz ohne Zusatzstoffe! Derzeit wird an einer Trüffelcreme geforscht - haute couture! Leider muss man sich dann doch schweren Herzens verabschieden. Die Emme ist ungeduldig und fragt schon, wann es weitergeht.
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Kann ich nicht lesen. Aber das Garmin weiß ja, wo es lang geht. Ich entscheide mich für die Balkan-Autobahn. Heute werden über 666 km abgespult. Nächstes Ziel: Slowenien
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Hey fast hätte ich dich überfahren Kumpel!
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Heidewitzka was ein Ritt. Nach unendlichem grauen Streifen endlich wieder grün! Kroatien ist nur an der Küste schön. Die Bauernhöfe im Hinterland könnt ihr weglassen! Alpines Flair? Ja, dieses Mal richtig, denn wir sind schon in Slowenien angekommen.
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Auch hier gehe ich gern ein paar Schritte zu Fuß durchs Grüne und suche nach "the place to be".
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Wanderfreunde aus aller Welt! Vereinigt euch! Und geht in Slowenien wandern! Ist genauso schön wie Österreich, nur mit 10% auf alles, auch auf Tiernahrung.
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Ja, es ist auch sehr schön hier. Kulturschock: Im Gegensatz zum dreckigen Kosovo geradezu paradiesisch sauber. Menschen schmeißen ihren Müll freiwillig in Mülltonnen oder nehmen ihn wieder mit, ohne dass man sie dazu zwingt!
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Ah. Da fällt Wasser runter. Ja klar - man muss es einfach fotografieren...
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Aaaaaaaaah. Bled. Nein, nicht das russische Wort für "Scheiße", sondern Bled - die Stadt in Slowenien. Sehr schön da, jaja, fahrt ruhig mal hin. Leider wird der Verkehr immer dichter und wer Ruhe und Abgeschiedenheit wünscht, ist hier falsch. Die Orte kamen mir so überlaufen vor wie Fußgängerzonen.

Schlaf fand ich dieses Mal wieder nur im 4er-Zimmer-Hostel mit Heranwachsenden. Es roch nach Pipi und war recht stickig. Da mein Bruder mit Freundin gerade Urlaub in Meran machte, sollte es als Nächstes dorthin gehen...

Tag 12: Bled -> Meran (IT)
In Österreich/Italien (Ansichtssache) ging es nicht wirklich schnell vorwärts. Das Wetter war top, aber vorsichtige Wohnmobilfahrer verstopften sämtliche Streckenabschnitte. Nicht selten fuhr vor denselben auch noch ein Radfahrer, was die Kolonne abermals lähmte und "unüberholbar" machte. So oder so ist Überholen in Österreich offensichtlich im ganzen Land verboten worden. Ich wüsste jedenfalls nicht, wo die durchgezogenen Linien jemals geendet haben.

Ich wurde ungeduldig und natürlich von der ÖSI-Rennleitung wieder zur Vernunft gebracht. Sofort fiel mir wieder ein, warum ich diese Gegenden seit 2020 hinter mir lassen wollte. Es ist voll, limitiert, Fahrspaß nahe 0 und ständig grimmig dreinschauende Opas oder Omas entlang der Hauptstraße, die per Augenlaser aus 380m Entfernung gemessen haben, dass du schnell unterwegs bist. Möge dich ihr böser Blick töten!

Ich habe tatsächlich viele Bilder von Meran zugeschickt bekommen, finde sie aber nicht mehr. Ist auch egal. Man kann sich das auch auf Google ansehen. Meran ist teuer und ich musste für fast 130€ eine Ferienwohnung nehmen, weil einfach alles ausgebucht war.

Tag 13: Meran -> Heimat
Tja. Letzter Tag wa? Hopp Hopp einmal noch Emmilein. In einem Rutsch bis heim. Da das Timmelsjoch 2020 und 2021 jeweils dicht war, wenn ich davor stand, hab ich die 16€ Maut gern gezahlt, um mir und der Emme diesen schönen Pass zuzuführen. Hat sich gelohnt! Nur natürlich wieder recht voll. Da fährt alles drüber. Auch der 45PS-Oldtimer-Opel...
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Schnee im Sommer! Timmelsjoch. Da oben wars zugig! Die Asphaltqualität ist unübertroffen. Kein Wunder bei der Maut. :shock:
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Homo sapiens macht vielleicht Sachen. Türmt Steine auf um was für die Ewigkeit da zulassen. Andere fahren mit Motorrädern, die schon lange nicht mehr hergestellt werden, um Südeuropa herum. Egal, erlaubt ist, was nicht verboten ist und das Leben ist kurz genug. Höchste Zeit verrückt zu sein und einfach das zu tun, was für ein gutes Grundgefühl sorgt, wie ich finde :D

ENDE

Was bleibt?

Mein Grinsen :mrgreen: Hier nochmal der Rundkurs, falls jemandem schwindelig geworden ist oder den Überblick verloren hat 8-)
Deutschland-Italien-markiert.png
Das Grinsen wird auch immer dann aufgelegt, wenn einer hier im Forum wieder meint, dass die Emme ja eigentlich kein geeignetes Reisemotorrad ist... :lol: Als ob ich mich in diesem Leben auf eine GS setze - pah! :lol: Hat doch jeder, kann doch jeder.

Mein Dank gilt auch Herrn Faber, der mir ein letztes Hemd ließ, aber zuvor das Motorrad in jeder Hinsicht verbessert hat und einen wichtigen Beitrag geleistet hat, dass so etwas "aus dem Stehgreif" möglich ist.
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Meltor
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Re: #KAMMAMAMACHN²: Wie weit kommt man mit einer ST in 13 Tagen?

Beitrag von Meltor »

Klasse Bericht, tolle Bilder, tolle Runde, aber schade das du so schnell über den Balkan gedonnert bist. Mann kann sich halt nicht für alles Zeit nehmen wenn man die nicht hat. Ich find es dort unten in Montenegro, Albanien, Nordmazedonien einfach toll und bin jedes Mal wieder total angetan von den Balkan Ländern.
Vielen Dank für den tollen Reisebericht ! :clap:
Gruß
Marc
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Lago-di-Bodo
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Re: #KAMMAMAMACHN²: Wie weit kommt man mit einer ST in 13 Tagen?

Beitrag von Lago-di-Bodo »

Der Einschätzung von Marc kann ich mich nur anschließen.
Ich habe deinen Reisebericht mit Genuss gelesen und musste sehr oft über deine Wortwahl schmunzeln. :lol:
So ein Gewaltritt wäre mir zu stressig, zumal du an so vielen schönen Orten warst, wo es sich lohnt länger zu bleiben.
Schön aber, dass die ST so gut durchgehalten hat - das hatten wir doch alle gehofft, gell?! :D

Solche Reiseberichte bringen wieder mal Bewegung in die von manchen usern bemängelte Stille im Forum.
WEITER SO! :thumbup:

Grüßle Tom
sex and bikes and rock ´n´ roll - Das Leben ist zu kurz, um es nicht in vollen Zügen zu geniessen!
Enrico
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Re: #KAMMAMAMACHN²: Wie weit kommt man mit einer ST in 13 Tagen?

Beitrag von Enrico »

Der Reisebericht ist richtig super geschrieben.
Die Kommentare von dir, lassen einen wirklich oft schmunzeln.

Man liest immer weiter,weil man wissen will,wie die Fortsetzung ist.

War das Absicht,dass die Emme auf der einen Fähre beim Parken,während der Überfahrt die Nr.1 war (gehört sich ja auch so) und die Reihe mit den anderen Motorrädern angeführt hat?

Schön auch,dass alles problemlos funktioniert hat.
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Actrosmuck
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Re: #KAMMAMAMACHN²: Wie weit kommt man mit einer ST in 13 Tagen?

Beitrag von Actrosmuck »

Hallo Robert,
kann mich da nur den anderen anschließen. Dein Reisebericht ist richtig super geschrieben.
Schön das die Emme dich nicht im Stich gelassen hat.

VG Mike
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RobertReinke
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Re: #KAMMAMAMACHN²: Wie weit kommt man mit einer ST in 13 Tagen?

Beitrag von RobertReinke »

Yo Leute vielen herzlichen Dank für das wertschätzende Feedback! Ihr dürft mir glauben, dass allein das Auswählen, Sownloaden, Sortieren, Konvertieren von .heic in .gif, Umbenennen (Reihenfolge), Hochladen, Einbinden und schlieslich Kommentieren unheimlich viel Zeit in Anspruch genommen hat. :wtf:

Ja, der trade-off zwischen Strecke machen vs. Gegend inhalieren ist unterwegs spürbar gewesen. Enzweder Eisenhintern oder Blumen pflücken.

Ich habe auch Blumen gepflückt und Wasser fotografiert, aber es lag schon eine hohe Schlagzahl an...

Beim nächsten Mal würde ich dann lieber ein Zielgebiet auswählen, hinfahren, dort alles abgrasen und dann wieder heim fahren.

Aber gut, so einen Ritt macht man ja nicht alle Tage... :D

Die Emme steht in der Fähre nach Bastia auf POS.1, weil ich als Erster eingefahren bin. Aber die Pole Position hat sie ganz klar auch so verdient...

Liebe Grüße an alle
Felix qui potuit rerum cognoscere causas
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Micha
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Re: #KAMMAMAMACHN²: Wie weit kommt man mit einer ST in 13 Tagen?

Beitrag von Micha »

Cooler Bericht. Eine Reise ganz nach meinem Geschmack.
ein Blick auf die Karte und "lass uns irgendwas umrunden".
Keine Straße wird zwei mal befahren, kenn ich.

Albanien, Montenegro, Bosnien, ... das müsste 2003, 2004 gewesen sein.
Jedenfalls noch mit meiner 600er Bandit.
Ja, sehr schön, auch viele Geschichten und Anekdoten, Menschen fast wie in der DDR.
Jedenfalls wurde nichts großartig abgeschlossen...

Hach ja... seeehr schön!

Micha
Die Welt ist groß und bunt...
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